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ReWollution: So geht Merinowolle nachhaltig

Für unsere neuste Jacke – dem LANA Cape Coat setzten wir auf 100% recycelte Merinowolle. Ein speziell entwickelter Stoff, der der Trägerin nicht nur eine äusserst edle Haptik und Optik bietet, sondern auch als echte ReWollution im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft überzeugt. 

Merinowolle ist eine besonders hochwertige Form der Wolle. Sie wird von Merinoschafen gewonnen und zeichnet sich durch ihre besondere Feinheit und Weichheit aus. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schurwolle kratzt sie nicht und kann daher auch direkt auf der Haut getragen werden. Merinowolle ist wie Wolle generell ein nachwachsender Rohstoff, der vollständig biologisch abbaubar ist. Zur Herstellung werden weder Düngemittel oder Pestizide (wie i.d.R. bei Baumwolle) benötigt, noch fossile Rohstoffe wie Erdöl (wie etwa bei Kunstfasern). Das super weiche Material ist atmungsaktiv, temperaturregulierend und sehr pflegeleicht.

 

Mit Vorsicht zu geniessen

Durch all diese vorteilhaften Eigenschaften, verwundert es kaum, dass sich Merinowolle in den letzten Jahren auf dem Bekleidungsmarkt als die nachhaltige Textilfaser etabliert hat. Dies ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Denn die Haltung der Schafe und die Verarbeitung von herkömmlicher Merinowolle als Rohmaterial hat einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt.

    • Hoher Wasserverbrauch
      In der Ökobilanz von Merinowolle schlägt der hohe Wasserverbrauch beim Waschen der Wolle und der Färbe- und Glättungsprozess zu Buche.
    • Übermässiger CO2-Austoss
      Je nach Quelle, hat Wolle aus konventioneller Schafhaltung im globalen Mittel einen bis zu 5 mal höheren CO2-Austoss als beispielsweise Baumwolle.
    • Weite Transportwege
      Auch der Transport ist ein Thema: Denn die Merinowolle wächst nun mal auf den Schafen in bspw. Australien, Neuseeland oder Südamerika.
    • Nicht ethisches Mulesing
      Insbesondere der australischen Wollindustrie wird vorgeworfen, ihre Tiere einer schmerzhaften Behandlung (sogenanntem Mulesing) zu unterziehen. So soll einem Parasitenbefall vorgebeugt werden. Trotz Zertifikaten ist dies oft schwierig kontrollierbar, aufgrund weltweiter Wertschöpfungsketten.
    • Chemie-Cocktails
      Merinowolle wird häufig mit Chemikalien behandelt, sodass sie den Eigenschaften synthetischer Materialien in nichts nachstehen: Um Merinowolle zum Beispiel besser pflegen zu können, werden die Naturfasern teils mit Kunstharzen überzogen. Das «irritiert» die Wolle und sie verliert so ihre natürliche Fähigkeit zur Selbstreinigung.
    • Verdrängung von lokaler Wolle
      In den letzten Jahrzehnten verdrängt Merinowolle in der Schweiz wie in den meisten Regionen Europas lokale verfügbare Wollfasern. Dies weil sie preisgünstiger ist und sich besser für die schnelle Massenproduktion eignet. Mehr dazu

Wie geht Merino nachhaltig?

Recycelt! Wir bei Muntagnard benutzen zum einen für den Grossteil unserer Jacken lokal verfügbare, wiederverwertete Schweizer Wolle. Für die, die es etwas weniger robust mögen, bieten wir neu deshalb auch Wolljacken aus 100% recycelter Merinowolle an.

 

Unser speziell entwickelter Stoff wird aus Textilabfall hergestellt, der ansonsten entsorgt werden würde. Dabei handelt es sich um Produktionsreste der Modeindustrie, welche durch unsere Partner in Norditalien zu einem neuen Stoff verwebt werden. So kann dank Recycling die Lebensdauer bereits produzierter Fasern verlängert werden, was der Kreislaufwirtschaft und somit unserer Unternehmensphilosophie entspricht.

Merinowolle stellt im Grundsatz für uns kein Rohmaterial dar, welches wir aus ökologischer Sicht einsetzen würden. Folglich sind wir enorm stolz, mit dieser Neuentwicklung eine tatsächlich nachhaltige Alternative für feinste Wollstoffe anbieten zu können. Gesamthaft wird mit dem LANA Cape Coat somit substanziell Wasser, Energie und Chemikalien eingespart, ohne dabei an Komfort und Qualität Einbussen hinnehmen zu müssen.

 

«Wolle ist enorm ressourcenintensiv zu produzieren. Durch die Verwendung von Recycling-Merinowolle können wir Kleidung zu einem Bruchteil des Umweltimpacts herstellen und damit zukunftsfähige Lösungen vorantreiben», erklärt Dario, Head of Brand von Muntagnard.

 

Gegenwärtig verarbeiten zahlreiche Kleidungsmarken recycelte Wolle in Kombination mit anderen Materialien. In der Regel handelt es sich dabei leider um synthetische Mischgewebe. Auch beim Nähgarn werden kaum mehr biobasierte Materialien eingesetzt, wodurch Kleidungsstücke kaum rezyklierbar sind. Für unsere LANA Cape Coats starten wir eine ReWollution und setzen beim Hauptmaterial auf feinste 100% recycelte Merinowolle und kombinieren dies mit einem Nähgarn aus Holzfasern. Weiter ist das gesamte Kleidungsstück aus biobasierten Materialien gefertigt: Das Innenfutter besteht aus Holzfasern von europäischen Buchen, die Knöpfe werden aus Nüssen gefertigt und die Details bestehen aus Schweizer Hirschleder.

Zum LANA Cape Coat
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